Die Chiropraktik – Eine alternative Heilmethode mit Zukunft

Chiropraktik – Hilfe oder nicht?

 

Wer unter Rücken- und Gelenkschmerzen leidet, fühlt sich häufig stark beeinträchtigt. Die Schmerzen wirken lähmend und machen eine Konzentration auf die wesentlichen Aufgaben des Alltags unmöglich. Damit es dazu nicht kommt, gibt es eine ganz besondere manuelle Therapie. Über diese soll der folgende Artikel informieren.

 

Welche Beschwerden behandelt ein Chiropraktiker?

 

Der Chiropraktiker übt eine alternative Heilmethode aus und hat sich innerhalb dieser auf die Gelenke spezialisiert. Seine Patienten sind häufig Menschen, welche bereits eine längere Krankheitsphase durchleben mussten und in der Schulmedizin keine adäquate Hilfe fanden. Schulmediziner behandeln Gelenkbeschwerden und Schmerzen innerhalb der Wirbelsäule häufig mit chemischen Präparaten. Diese können jedoch zu schwerwiegenden Nebenwirkungen und zu diversen Erkrankungen führen. Daher kommen derartige Substanzen innerhalb der Chiropraktik nicht zum Einsatz. Im Rahmen der alternativen Heilmethoden sollen die Ursachen und nicht nur die Symptome bekämpft werden. Nur so können Schmerzen langfristig verringert und nach einer Weile vollständig beseitigt werden. In der chiropraktischen Therapie werden vor allem an der Wirbelsäule liegende Schmerzen und Störungen des Bewegungsapparates behoben. Dafür ist es notwendig, dass vorab bei der Anamnese diverse Erkrankungen ausgeschlossen wurden. Dafür bedarf es einer ausführlichen Voruntersuchung, bei der auch Röntgenaufnahmen gemacht werden können, um die Gesundheitsprobleme ganz genau zu lokalisieren. Sind innerhalb der Wirbelsäule keine extremen Auffälligkeiten sichtbar, die eine Operation oder eine Reha erfordern würden, kann der jeweilige Therapeut mit der Behandlung beginnen. Bei vielen Betroffenen haben sich die Schmerzen bereits in anderen Arealen und Bereichen des Körpers ausgebreitet. Sie können dann auch Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen, Müdigkeit, Übelkeit und sogar Sehstörungen verursachen. Um den ursprünglichen Beschwerden als auch den Symptomen Einhalt zu gebieten, gibt wendet der Therapeut ganz spezielle Techniken und Behandlungsmethoden an.

 

Die Lösungen der chiropraktischen Therapie

 

Wie bereits erwähnt wurde, kommen hier keine chemischen Substanzen zum Einsatz. Dies ist sehr wichtig, da Medikamente den Heilungsprozess verlangsamen können oder lediglich die Schmerzen eliminieren, nicht jedoch die Ursache bekämpfen. Auch auf das Einrenken wird innerhalb der manuellen Medizin verzichtet. Körper, Geist und Seele stehen im Vordergrund. Sie sollen wieder in Einklang gebracht werden, um eine optimale Heilung zu gewährleisten. Der Behandelnde wendet lediglich sanfte Methoden an. Beim Einrenken kann es zu Schäden im Bereich von Sehnen, Gelenken und Gefäßen kommen. Bei der manuellen Therapie ist dies jedoch äußerst selten der Fall. Der behandelnde Therapeut beherrscht seine Techniken genau. Spezielle Handgriffe lösen dabei die sich im Körper befindenden Blockaden. Dazu zählen die Adjustierung, die Traktion, die Mobilisation, die Behandlung der Weichteile und unterschiedliche Reflextechniken. Nach einigen Behandlungen können Bewegungen wieder vollständig ausgeführt werden. Damit es nicht erneut zu Fehlhaltungen kommt, empfiehlt sich die Fortsetzung der Therapie in Form einer Krankengymnastik. So lernt der Betroffene bestimmte Bewegungsarten kennen, die sich günstig auf seine Wirbelsäule auswirken. Dadurch kann er die gesunde Funktion seiner Gelenke und Bandscheiben fördern und langfristig erhalten. Heutzutage ist die Krankengymnastik daher von unschätzbarem Wert. Viele Menschen arbeiten in sitzenden Positionen und haben zudem oftmals kaum Bewegung im Alltag. Die Krankengymnastik führt wieder langsam an Bewegungen heran und verhindert in der Regel das erneute Aufkommen von Blockaden und gesundheitlichen Einschränkungen.

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Die Entwicklung des Chiropraktikers

Die manuelle Kunst des Heilens – die Chiropraktik

Definition

Der Begriff „Chiropraktik“ lässt sich aus dem Griechischen ableiten und bedeutet in etwa „mit der Hand tun“.
Es ist eine Kunst, die durch den Einsatz von Händen vollzogen wird. Sie behebt Störungen des Bewegungsapparates und ist so alt wie Menschheit.
Die Ziele des Berufs fixieren sich auf die Reduktion der Schmerzen, die Wiederherstellung von blockierten Gelenken und die Stabilisierung von Muskeln und Bänder.
Diese Art der Behandlung wird bereits seit tausenden Jahren vollzogen.

Der Begründer

Die Methode begann 1895 – Dr. Daniel David Palmer legte den Baustein für diese Optimierung der Gesundheit.
Er selbst erschuf seine Legende, indem er erzählte, wie er einem tauben Mann durch das Einrenken eines Wirbels, wieder zu vollem Gehör verholfen hatte.
Dieser Mann, der Hausmeister von Palmer, berichtete ihm eines Tag, wie er sein Gehör verloren hatte. Vor 17 Jahren hatte er in einer körperlich verdrehten Position gearbeitet und hörte plötzlich etwas in seiner Wirbelsäule knacken. Danach hatte er nichts mehr hören können. Dr. Palmer untersuchte den Hausmeister und fand einen Wirbelkörper, der an der falschen Stelle war. Er überzeugte den Mann mithilfe seiner Hände den Wirbel wieder an die richtige Stelle zu bringen und richtig zu positionieren. Nachdem er den Wirbel einrenkte, verbesserte sich das Hörvermögen des Mannes sofort und war nach ein paar Tagen komplett wiederhergestellt.
Palmer meinte daraufhin, dass dies kein Zufall gewesen sei und er genau wusste wie er dieses Resultat bei weiteren Personen wiederholen könnte, um auch ihnen bei ihren Beschwerden zu helfen.
Obwohl Palmer wusste, dass die Behandlungsmethode nicht neu war, beanspruchte er dennoch, der erste Chiropraktiker zu sein, der diese Methodik des Einrenkens von Wirbelkörpern anwandte. Es war der Startschuss für die moderne chiropraktische Therapie, die bis heute in dieser Art und Weise besteht und die auch neue Maßstäbe in der alternativen Heilkunst setzte. Dr. Palmer erkannte bereits damals, dass das zentrale Nervensystem und dessen Korrektur die allgemeine Gesundheit des menschlichen Körpers beeinflussen.
Seitdem ist diese Heilmethode natürlich ständig weiterentwickelt worden. Die Kunst der modernen Therapie besteht in der hochpräzisen und sanften Vorgehensweise, da mit dem Einrenken auch immer gewisse Risiken verbunden sind, wenn die Technik nicht korrekt ausgeführt wird. Im Lauf der Jahre wurden zahlreiche Schulen und Ausbildungseinrichtungen gegründet, die ausschließlich diese amerikanische Heilkunst lehren. Vor allem in den USA erfreuen sich solche alternativen Heilmethoden großer Beliebtheit. Der beste Chiropraktiker Berlin‘s übernahm das schulmedizinische Curriculum, welches auch in Amerika gelehrt wird. Um in den USA diesen Beruf praktizieren zu können, muss mittlerweile ein 5-jähriges Studium absolviert werden – dieses entspricht aber zu 90% einem gewöhnlichen Medizinstudium.

Situation in Deutschland

Der erste Absolvent der amerikanischen Palmer College of Chiropractic eröffnete 1924 in Frankfurt eine Praxis.
Nach Deutschland schaffte es die Kunst des Heilens durch den Pastor Gustav Zimmer, der im Jahre 1927 eine Ausbildungsstätte für die Heilkunst betrieb. Die Bücher vom Pastor wurden jedoch in der 30er Jahren von den Nationalsozialisten verboten – nach dem zweiten Weltkrieg und der Legalisierung des Heilpraktiker-Gesetzes wurde die Chirotherapie dann wieder aufgenommen.
In Deutschland bestehen keine besonderen Regelungen für den Beruf. Zur Ausübung muss man entweder Arzt oder Heilpraktiker sein.…